Gerhard Blanken, Roman Döppler,
Klaus Schlenck Wortproduktionsprüfung
Die Wortproduktionsprüfung ist eine vollständig überarbeitete Neufassung der klinisch bewährten Funktionenvergleichsprüfung von Blanken u.a..
Sie enthält 8 Einzeluntersuchungen zur Diagnostik von Wortproduktionsleistungen bei aphasischen Patienten: Diktat Nomina - Nachsprechen Pseudowörter - Mündliches Benennen Nomina - Lesen Pseudowörter Nachsprechen Nomina - Lesen Nomina - Diktat Pseudowörter - Schriftliches Benennen Nomina
Der theoretische Rahmen des diagnostischen Materials wird durch das Logogen-Modell gebildet.
Untersuchen lassen sich reine Sprachproduktionsleistungen (mündliches versus schriftliches Bild-Benennen) sowie Input-Output-Transkodierungsleistungen (lautes Lesen versus Diktatschreiben versus Nachsprechen), wobei die Transkodierungsleistungen sowohl mit Nomina als auch mit Pseudowörtern überprüft werden können. Folgende diagnostische Fragen lassen sich klären:
Sind Störungsschwerpunkte erkennbar
1) in einem Input- oder Output-Kanal (modalitätsspezifische Störung)?
2) beim Verarbeiten von Pseudowörtern (Störung eines Konvertierungssystems)?
3) bei niederfrequenten Wörtern (Störung eines Input- oder Output-Lexikons)?
4) beim Verarbeiten von längeren Zielformen (Störung eines Output-Buffers)?
5) beim Verarbeiten von phonologisch komplexen Zielformen (Störung der phonetischen Planung bzw. Artikulation)?
Die Ergebnisse der Untersuchung können in Protokollbögen eingetragen werden.
Die Untersuchungsbögen der Wortpoduktionsprüfung enthalten klinisch bewährte SW-Strichzeichnungen von Michaela Bautz.